2000 – Hexenschuss

 

Anmerkungen/Inhalt

Tempo, Tempo, Tempo!

Das ist wichtig, wenn man ein Stück wie dieses spielt. Tür zu, Tür auf, erneute Attacke auf die Lachmuskeln. Der Zuschauer darf keine Gelegenheit haben, die Geschichte zu hinterfragen. Denn die ist in solchen Stücken meist völlig unrealistisch.
Doch wen stört das, wenn man herzlich lachen kann?

Und das konnten unsere Zuschauer dann auch. Nach anstrengender aber lustiger Probenarbeit ging es an die lustigen aber anstrengenden Aufführungen. Gerrit und Angelika hatten dabei sogar einige Szenen mit geradezu akrobatischen Einlagen, die sie zum Schwitzen brachten. Alex musste dagegen die ganze Zeit nur mit einem Handtuch als Kälteschutz in der (Holz-) Badewanne sitzen. Jochen konnte am Ende der Aufführungsstaffel keine Bananen mehr sehen, so oft hatte er sie auf der Bühne essen müssen. Und Christian versuchte ständig, den Juckreiz im Gesicht zu ignorieren, wo das Mastix den falschen Bart festhielt.
Das klingt alles nach ziemlichen Unannehmlichkeiten für die Spieler, nicht wahr?
So ist es auch.
Aber wen juckt´s? Theater macht uns Spaß, also lasst das nächste Stück kommen!!

Mit großem Staunen (und ebenso großer Freude) reagierten wir übrigens auf das Interesse des Publikums: Bei „Sofies Welt“ war es die Popularität des Buches, die uns den Zuschauersegen gebarcht hatte. Solche Publicity fehlte bei „Hexenschuss“. Und ob das vorwiegend junge Publikum, das wir bei „Sofie“ neu zu uns gezogen hatten, sich eine Farce ansehen würde? Wir hielten das für eher zweifelhaft und richteten uns auf Besuchszahlen wie ein Jahr zuvor bei „Mein Freund Harvey“ ein.
Doch weit gefehlt: Nur bei der zweiten Aufführung blieben ein paar Karten zurück, ansonsten waren wir ausverkauft und mussten häufig noch eine Menge Stühle zusätzlich in den Saal stellen, bis es dort richtig eng wurde! So kamen wir fast an die Besucherzahl von „Sofies Welt“ heran. Traumhaft!!

 

Inhalt des Stücks:

Peter Raven ist Moderator einer christlichen Show in der BBC. Im TV predigt er die Gebote, in der Realität dagegen läßt er nichts anbrennen. Doch sein Techtelmechtel mit der hübschen Sally will nicht so gelingen. Das passiert ja jedem Mann mal…
Als wäre er noch nicht genug gestraft, erwischt den armen Peter dann noch ein Hexenschuss. Um ihn zu lindern, soll heißes Wasser helfen. Doch in der Badewanne rastet sein Wirbel nun vollständig aus…
Ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse: Mr. Phips, der blinde Klavierstimmer, kommt und läßt sich nicht abwimmeln. Der herbei gerufenen Arzt Dr. McKenzie denkt mehr an eine bevorstehende Entbindung als an seinen Rücken-Patienten und zu allem Überfluss erscheinen noch Peters Vorgesetzte von der BBC – und Sallys Ehemann Leonard. Der hat ganz eigene Probleme mit der mannstollen Stewardess Annabelle, die eigentlich auf Leonards Freund wartet aber auch mit jedwedem männlichen Ersatz zufrieden wäre…
Bis am Ende (fast) alle wieder in ihr normales Leben zurückkehren dürfen, wird auf der Bühne ein turbulentes Feuerwerk der Gags abgefeuert.

 

Mitwirkende

Sally Hills Melanie Wragge
Leonard Hills Gerrit Rechten
Peter Raven Alexander Köpp
Mr. Phips Jochen Zachow
Dr. McKenzie Christian Baumgarten
Annabelle Angelika Päsler
Jocelyn Rosita Reusch
Kirstin Knapp
Maske Cordula Ago
Requisite: Rosita Reusch
und Edith Steuber
Bühnenbild Christian Baumgarten
Kulissenbau Harri Schulz
und das Ensemble
Kostüme Sandra Schulz
und das Ensemble
Technik Alexander Köpp
Tobias Lehmann
Souffleuse: Edith Steuber
Regie: Christian Baumgarten

 

Ort:

Evangelisches Gemeindehaus St.-Michaelis-Süd

Werner-von-Meding-Str. 2

Lüneburg-Oedeme


Fotos

Pressekritik

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