2002 – Der Fall Luther

 

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Inhalt

Jeder kennt seinen Namen. Doch wer war der Mensch Martin Luther? Und wie wurde er zum Reformator?
In dem Stück von Karlheinz Komm geht Luther mit sich selbst in Gericht. Viele Spielszenen beleuchten seinen Werdegang.

Martin Luther steht unter Anklage. Der Vorwurf: er habe die Bauern mit seinen Schriften erst zum Aufstand angestachelt und sie dann verraten.

Um die Geschehnisse zu erklären, schildert Luther Stationen aus seinem Leben. Freunde und Feinde, Gönner und Gegner, Beobachter und Beteiligte tauchen auf. Vieles spricht für Luthers Unschuld, doch der Ankläger gibt sich nicht so leicht geschlagen…

Ähnlich wie in seiner Bühnenumsetzung von „Sofies Welt“, die das Rampenlicht vor drei Jahren mit großem Erfolg in Lüneburg präsentierte, reiht Autor Karlheinz Komm die Erlebnisse Luthers in eindrucksvollen Spielszenen aneinander, die den Geist des 16. Jahrhunderts lebendig werden lassen. Er zeigt den Menschen Luther, der es wagt, gegen Missstände aufzubegehren und dann von den ungeahnten Folgen seines Handelns überrollt wird.

Schuldig oder nicht schuldig? Eine Frage, die im „Fall Luther“ nur schwer eindeutig zu beantworten ist.

Hintergrund

Das rampenlichtschrift probt und spielt seit seiner Gründung 1998 im Gemeindehaus St.-Michaeilis-Süd in Lüneburg-Oedeme. Unsere Stücke waren bisher unterhaltsam, hatten aber keinen Bezug zur Kirche.

Dies sollte sich ändern, als wir auf das Stück „Der Fall Luther“ aufmerksam wurden. Ein besonderes Stück um einen besonderen Mann, das wir gerne in besonderer Atmosphäre spielen wollten.

Mit einem Stück, das in viele kleine Spielszenen eingeteilt ist, hatten wir ja schon bei „Sofies Welt“ Erfahrungen gesammelt. Nun gilt es, auch mit den besonderen optischen und akustischen Verhältnissen eines Gewölbekellers klar zu kommen.

Der Autor des Stückes, Karlheinz Komm, kam zu unserer Premiere. Er schrieb das Stück 1983 zu Luthers 500sten Geburtstag. Zu diesem Anlass wurd es von fünf professionellen Theater aufgeführt. Es folgten noch zwei Amateur-Produktionen. Im rampenlichtschrift war das Stück also nun in seiner achten Inszenierung zu sehen.

Den Überschuss, den wir mit diesem Stück erwirtschafteten, flioss der Hausaufgabenhilfe für Schüler der St.-Michaelis-Gemeinde zu.

Kostüme wurden uns insbesondere zur Verfügung gestellt vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt und vom Staatstheater Kassel.

Und zum Schluss noch eine Besonderheit: Rosita Reusch, die Luthers Frau Katharina spielte, ist eine geborene Luther, deren Stammbaum in direkter Linie auf Martin Luther zurück geht. Wenn das kein gutes Omen für das Stück ist…

Eine besondere Atmosphäre versprach der ungewöhnliche Ort, an dem die Aufführungen stattfanden, nämlich das Gewölbe der Unterkirche von St. Michaelis.

140 Minuten Spielzeit waren es schließlich, und das trotz schon großzügiger Kürzungen. Doch das Publikum zeigte Sitzfleisch. Die Zeit verging für Spieler wie Zuschauer zumeist wie im Fluge.

Letztendlich wurde das Stück für uns ein riesiger Erfolg. Exakt 1050 Zuschauer sahen unsere Inszenierung. Dabei hat das rampenlichtschrift viele neue Freunde gewonnen

Termine

Donnerstag 31. Oktober 2002
Reformationstag
20 Uhr ausverkauft
Samstag 2. November 2002 20 Uhr ausverkauft
Sonntag 3. November 2002 19 Uhr ausverkauft
Freitag 8. November 2002 20 Uhr ausverkauft
Samstag 9. November 2002 20 Uhr ausverkauft
Sonntag 10. November 2002
Luthers Geburtstag (1483)
16 Uhr ausverkauft
Freitag 15. November 2002 20 Uhr Zusatzaufführung
(6 freie Plätze)

Mitwirkende

Martin Luther Jürgen Baumgarten
(Mitwirkender in „Tatort Kiste“ I + II; Teddy in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Sir Wilfrid Roberts in „Zeugin der Anklage“; Eric Swan in „Und ewig rauschen die Gelder“; Jonathan Kentley in „Party für eine Leiche“; Puppenspieler, Major Knag, Puppe Loke in „Sofies Welt“; Elwood P. Dowd in „Mein Freund Harvey“; Inspector Thomas in „Der unerwartete Gast“)
Ankläger Andreas Püst
(Neu im Rampenlicht)
Richter Michael Bischof
(Mitwirkender in „Tatort Kiste I“; Mortimer Brewster in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Staatsanwalt Meyers in „Zeugin der Anklage“; Mr. Forebright in „Und ewig rauschen die Gelder“)
Frau von Helfenstein,
Maitresse
Regina Badicke
(Mitwirkende in „Tatort Kiste“ II; Souffleuse bei „Arsen und Spitzenhäubchen“)
Tetzel,
Cajetan,
Sterbender,
Bauer,
Bauernführer,
Begleiter,
1. Fürst
Christian Baumgarten
(Mitwirkender in „Tatort Kiste“ I + II; Jonathan in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Leonard Vole in „Zeugin der Anklage“; Mr. Jenkins in „Und ewig rauschen die Gelder“; Rupert Cadell in „Party für eine Leiche“; Dr. McKenzie in „Hexenschuss“; Siegfried, Petersen, Sokrates, Aristoteles, Puppe Thor in „Sofies Welt“; Dr. Sanderson in „Mein Freund Harvey“; Starkwedder in „Der unerwartete Gast“)
Luthers Vater Michael Braune
(O’Hara in“Arsen und Spitzenhäubchen“, Kenneth Reglan in „Party für eine Leiche“)
1. Frau,
Magd Grete
Anke Eggers
(Mitwirkende in „Tatort Kiste“ II; Officer Jackson in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Miss Plimsel in „Zeugin der Anklage“; Doktor Chapman in „Und ewig rauschen die Gelder“)
Student,
Bauer,
Mann,
Sekretär,
2. Fürst
Rainer Meyer
(Neu im Rampenlicht)
1. Stimme,
Katharina
Rosita Reusch
(Tante Abby in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Linda Swan in „Und ewig rauschen die Gelder“; Jocelyn Standing in „Hexenschuss“; Sofies Mutter in „Sofies Welt“; Vita Louise Simmons in „Mein Freund Harvey“; Schwester Helen in „Der unerwartete Gast“)
Frau,
Wirtin
Evelyn Scheller-Wenzel
(Miss Witherspoon in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Miss MacKenzie in „Zeugin der Anklage“)
Staupitz,
2. Stimme
Matthias Schieferdecker
(Neu im Rampenlicht)
Spalatin,
Luthers Vater,
Berlepsch
Jörg Umbach
(Neu im Rampenlicht)
2. Frau,
Luthers Mutter
Roswita Zischke
(Tante Martha in „Arsen und Spitzenhäubchen“; Betty Chumley in „Mein Freund Harvey“;Miss Bennet in „Der unerwartete Gast“)
Soufflie Karthrin Czarnetzki
(Neu im Rampenlicht)
Maske David Johnson
Regie Kirstin Rechten
(Co-Regie bei „Arsen und Spitzenhäubchen“; Regie der Puppenszene in „Sofies Welt“) und
Christan Baumgarten (Regie bei „Hexenschuss“, „Ewig rauschen die Gelder“ und „Zeugin der Anklage“)

Ort:

Evangelisches Gemeindehaus St.-Michaelis-Süd

Werner-von-Meding-Str. 2

Lüneburg-Oedeme

 

Probenfotos

Pressekritik

Pressekritik Luther LZ

Pressevorankündigung LZ

Der Autor bei der Premiere

Luther-Autor Karlheinz Komm und Regisseurin Kirstin Rechten bei der Premierenfeier.
Luther-Autor Karlheinz Komm
und Regisseurin Kirstin Rechten bei der Premierenfeier.

Wir luden ihn ein – und er kam tatsächlich.

Karlheinz Komm schrieb an die 30 Theaterstücke, war selbst vor der Rente Regisseur, Dramaturg, Intendant, Werbechef und mehr an professionellen Theatern. „Der Fall Luther“ liegt ihm besonders am Herzen, und so sagte er auf unsere Einlandung zur Premiere schnell zu.

Nach der Aufführung, so kündigte er schon vorher an, woll er „noch kurz“ mit auf die Premierenfeier. Am nächsten Morgen sollte es dann früh weiter gehen nach Dortmund, wo sein Sohn Premiere feiert.
„Noch kurz“ ist natürlich auslegungfähig, und die endgültige Auslegung von Herrn Komm war, dass er bis zum Schluss der Feier bleib. Er erwies sich als charmanter Plauderer und ließ es sich nicht nehmen, spontan eine kleine Redde zu halten, in der er nicht mit Lob für uns sparte. „Bewahrt euch die Freude am Spiel, aber auch das Streben nach Qualität und die gelegentliche Verbissenheit bei den Proben“, sagte er. Ihm gefiel auch, dass wir die menschlichen Seiten der Charaktere gut ausgespielt hätten und auch den Humor heraus gearbeitet hätten, der hier und da trotz der Ernsthaftigkeit des Stückes in der Vorlage durchblitzt. „Und ihr habt Tempo herein gebracht an Stellen, wo der Autor beim Schreiben wohl etwas müde war.“

Als wir dann auch noch hörten, dass Herr Komm bei einer Profi-Inszenierung des Stückes die „Tetzel“-Szene streichen musste, weil der Schauspieler sie nicht hinbekam, während der Autor jetzt von der Darbietung unseres Christian Baumgarten in eben dieser Szene begeistert war – da war eigentlich alles zu spät, und wir schwebten im siebenten Theaterhimmel. Und dann sagte er noch: „Wenn mich jemand fragen sollte, ob ich ihm ein gutes Amateurtheater empfehlen könne, dann werde ich sagen, er soll nach Lüneburg fahren zum RAMPENLICHT!“

Nach so viel Lob und dem jubelnden Schlussapplaus des Publikums dürften wir wohl später alle mit einem Lächeln auf den Lippen eingeschlafen sein.

Das schrieb uns Herr Komm ins Gästebuch:

Eine ganz tolle Leistung – ich bin vom „Rampenlicht“ und seiner Luther-Inszenierung hell begeistert!

Links zum Thema

Luther.de – mehrsprachige Seiten mit vielen Informationen und Hintergründen. Aufmerksame Leser werden feststellen, dass einige Aspekte in der von uns gespielten Bühnenversion von Karlheinz Komm von Wissenschaftlern ins Reich der Legende verwiesen werden – sogar der berühmte Anschlag der 95 Thesten an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg.
Gleichwohl haben wir das Stück insoweit nicht verändert. Schließlich träumt Luther auf der Bühne ja seine Verhandlung. Und im Traum ist alles möglich…

Vertriebsstelle – bei diesem Verlag ist das Stück erhältlich

 

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