2004 – Von Ma(i)l zu Ma(i)l

motiv

Inhalt

Sie sind alle drei ziemlich moderne Menschen: der Fahrradspezi Mark, sein Bruder, der Profi-Fußballer Knut und die Buchhändlerin Nina wissen, wie man sich heutzutage kennenlernen kann: natürlich per Internet, per „Mail“ oder per „Chat“. Warum sollen die neuen Medien nicht helfen, der (unverschuldeten) Einsamkeit zu entkommen?

Aber natürlich ist das so einfach nicht: Man kann im „Chatroom“ Rollen annehmen, die nur schwer zu durchschauen sind. Und wenn man sich dann in der Realität trifft, wird es genauso schwer, wie es schon immer gewesen ist – vor allem, wenn man sich plötzlich in der schönsten Dreier-Chose befindet…

In elf Szenen entwickelt der Autor eine junge, freche Komödie. Viele verrückte Situationen zwischen Squash-Court, Fußballstadion und Tunnel-Phobien bieten reichlich Slapstick und Witz, Temperament und Chaos – wobei auch hier die leisen Töne immer noch zu ihrem Recht kommen.

Der Autor

Geboren 1959 in Hamburg-Harburg, wuchs Frank Pinkus auch in Hamburg auf und studierte an der Hamburger Universität Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften. Nach den beiden Staatsexamina zog es ihn aber dann doch ans Theater – er wurde Dramaturg am Altonaer Theater (Direktion: Prof. Hans Fitze) – bis die drastischen Etatkürzungen zur Schließung des traditionsreichen Theaters führten. Der neue Tätigkeitsbereich: Lektor und Dramaturg in der VVB, Norderstedt. In der VVB wirkte er über acht Jahre bis er im Juni 2003 an das Theater in seiner neuen Heimat Weyhe als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler zurückkehrte.

Theater als Leidenschaft – dagegen kann sich so mancher nicht wehren; auch Frank Pinkus nicht. Von den ersten Märchenaufführungen an blieb der sich öffnende Vorhang das ersehnte Mysterium des Lebens. Geprägt durch die Intendanzen Ivan Nagels am Hamburger Schauspielhaus und Boy Goberts am Hamburger Thalia-Theater, entstand ein Theaterverständnis, das bis heute bestimmend geblieben ist.

Und noch ein anderes Ergebnis zeitigte die (viel zu?) frühe Shakespeare-Lektüre: Pinkus gründete eine eigene Theatergruppe. Mit der kleinen bühne harburg feiert er als Darsteller, Regisseur und auch als Autor seit 1978 Erfolge – eine freie Gruppe, die sich in der Hamburger Szene längst etabliert hat. Dort hat Pinkus über fünfzig Inszenierungen erarbeitet, und zahlreiche seiner Stücke wurden dort uraufgeführt. Vor allem seine Kinderstücke waren besonders erfolgreich – seine Musical-Fassung und Inszenierung vom „Urmel aus dem Eis“, uraufgeführt mit der kleinen bühne Harburg, ging wiederholt auf Deutschland-Tournee durch alle großen Veranstaltungshallen der Republik.

Neue Komödien sind bereits in Arbeit. Warum immer wieder Komödien? Frank Pinkus: „Wenn die Menschen sich in unserer Zeit mehr und mehr unterhalten wollen, hat das sicherlich Gründe. Und da Lachen nichts Schlechtes ist und auch nicht unbedingt unter jedem erdenklichen Niveau stattfinden muss, ist die Komödie eine lohnende Herausforderung. Pointen schreiben und zugleich glaubhafte Figuren erschaffen, die ein bisschen Alltag auf unaufdringliche Weise wiedergeben… das wär’s doch!!“

Mitwirkende

Nina: Kirstin Rechten
Maik: Andreas Püst
Knut: Michael Bischof

Regie: Kathrin Czarnetzki und Edina Hasselbrink

Termine

Samstag 17. April 2004 20 Uhr Premiere
ausverkauft
Freitag 23. April 2004 20 Uhr ausverkauft
Sonntag 25. April 2004 19 Uhr ausverkauft
Samstag 8. Mai 2004 19 Uhr ausverkauft
Sonntag 9. Mai 2004 19 Uhr ausverkauft
Freitag 14. Mai 2004 20 Uhr ausverkauft
Sonntag 16. Mai 2004 19 Uhr ausverkauft

Alle Aufführungen fanden wie gewohnt statt im evangelischen Gemeindehaus St.-Michaelis Süd, Werner-von-Meding-Str. 2, in Lüneburg-Oedeme.

Fotos

Pressekritik

Kritik LZ Von Mail zu Mail

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