Caren Hodel

Schauspiel kann man schwer beschreiben – das muss man erleben. Damals, in meinem Studium, habe ich erlebt, wie es sich anfühlt, in andere Rollen zu schlüpfen. Allerdings nicht auf der Bühne, sondern in einem Fernsehstudio und vor allem: ohne direkte Reaktion aus dem Publikum. So trashig diese Rollen auch waren – sie haben in mir ein Gefühl entzündet. Die Sehnsucht, irgendwann einmal  „ernsthaft“ Theater zu spielen. Vor Publikum, das bereit ist, sich in eine völlig andere Welt entführen zu lassen.

Die Zeit ist reif. Nun bin ich mittendrin. Im rampenlichtschrift. Auf einer „richtigen“ Bühne – dem magischen Ort, den wir gemeinsam Schritt für Schritt mit Gedanken und Ideen füllen. Es ist hochspannend zu sehen, wie sich eine Rollenbiografie während des Probenprozesses verändert, wie sie sich verselbstständigt. Vor allem aber ist es hochspannend, ihr Leben einzuhauchen: mit Persönlichkeit, Charisma und Charakter. Text allein reicht dafür nicht aus. Du musst fühlen was zwischen den Zeilen steht.  Emotionen ohne Worte transportieren.

In meinem Job als Journalistin bin ich Geschichtenschreiber – nun will ich selbst eine Geschichte erleben, mich in ihr verlieren. Hoffentlich vor einem Publikum, das vor Begeisterung ausrastet.

Caren Hodel im rampenlichtschrift:

„Kille Kille“
Frühjahr 2017
„Pastorin“

„Die Acht Frauen“
Frühjahr 2016
„Susanne“