Kathrin Czarnetzki

Ich mache mit beim Rampenlicht, weil ich meine Familie, Freunde und Haustiere vor mir schützen muss, damit ihr Leben wieder schöner wird.

„Ich gestehe, bereits im zarten Kindesalter meine Eltern des Wohnzimmers verwiesen zu haben, damit ich dort in aller Ruhe meine Bühne aufbauen und meine Rollen dort spielen konnte. – Notwendig war übrigens nur ein Knopfdruck. Denn meine Bühne bestand aus dem reflektierenden Licht des Barfachs im Wohnzimmerschrank (Ach, wenn doch alles im Leben so einfach wäre…).

Ja, meine Eltern haben das tatsächlich mit sich machen lassen. Es war offenbar die bessere Alternative. Waren Sie anwesend, wurden sie gnadenlos in das Spiel einbezogen. Was wohl nach dem 15,75 sten Mal Rumpelstilzchen oder Prinzessin auf der Erbse leicht an die elterliche Kondition geht. (Toll, wenn man dann noch jene Rollen zugeteilt bekommt, von denen die Tochter kundgetan hat, dass sie diese Personen hasst.)

Wie bei jeder Droge ist dann die Sucht gestiegen und die Beschaffungskriminalität kam hinzu. Die hat zur Folge, dass meine lieben Mitmenschen oft nicht wissen, wo ich mich gerade herumtreibe, bzw. was sie erwartet, wenn sie mich dann doch einmal in meinen eigenen vier Wänden antreffen.

Zu den von mir konsumierten Drogen gehört inzwischen Gesang.

Aber seit ich mich in die Betreuung durch die netten rampenlichtschrift-Fachtherapeuten begeben habe, ist das Leben für meine Umwelt wieder schöner geworden. Ach ja, und für mich natürlich erst recht!

Tja, und wenn ich nicht im Theater oder in der Gesangsstunde, arbeite ich als Beamtin.“

So viel aus einem geheimen Verhör-Protokoll. Über die genauen Umstände, wie es gelungen ist, diese offenen Worte aus Kathrin heraus zu bekommen, wollen wir lieber schwiegen …

Kathrin absolvierte ihre ersten Theater-Schritte als Souffleuse in „Der Fall Luther“. Und dass das kein Abstellgleis ist, zeigten ihre Rollen in den darauf folgenden Stücken und ihre erste Regiearbeit im Frühjahr 2004.

Nachdem Kathrin unter anderem ihre Gesangsstimme geschult hat und in Theatergruppen in Lauenburg und Geesthacht mitspielte, wird sie im Frühjahr 2011 endlich auch wieder bei uns auf der Bühne stehen.

Kathrin Czarnetzki im rampenlichtschrift:

„Die Acht Frauen“
Frühjahr 2016
„Gaby“

„Adel Vergiftet – Krimi Dinner“
Herbst 2012
Rollenname folgt

„Etikettenschwindel“
Frühjahr 2011
„Andrea Harder“
Co-Regie

Mitwirkende bei „Tatort Kiste“ 3 und 4

„Ein Winternachtstraum“
2008
„Nancy Crawford“ (abwechselnd mit Evelyn Scheller-Wenzel)
„450 Jahre Ratsbücherei Lüneburg“, 25.6.2005 „Marianne“

„Eine ganz normale Trauerfeier“
2005
„Stefanie Dannert“
Maske (zusammen mit David Johnson)

„Das indische Tuch“
2004
„Isla Crane“

„Von Ma(i)l zu Ma(i)l“
2004
Regie (zusammen mit Edina Haselbrink)

„Der Weltuntergang“
2003
„Modedame“
„Cheerleader“
Schwarzlicht-Spielerin

„Das Ding der Nibelungen“
2003
„Hjördis, eine Dame am Hofe von Königin Frigga von Island“

„Der Fall Luther“
2002
Souffleuse

besondere Kennzeichen ist immer da, wenn man sie braucht