Helga Baumgarten

Ich mache mit beim RAMPENLICHT, weil ich dadurch meine Söhne wenigstens ab und zu noch mal zu sehen bekomme.

Sie konnte nicht anders, als sich fürs Amateurtheater zu interessieren. Sie wurde gezwungen, denn ihre beiden Söhne Christian und Jürgen zog es immer wieder auf die Bühne. Zuerst waren es “nur” Kostüme, die sie für die beiden nähte, und einige Requisiten und Möbel, die sie zur Verfügung stellte. Und dann war sie bei der Gründung des rampenlichtschriftdabei und geriet tiefer in den “Sumpf” namens Theater.

Von Anfang an fest in ihrer Hand waren unsere Erfrischungsecken, die sie liebevoll gestaltet und mit Getränken & Co. versorgt. Nach dem unrühmlichen ersten Versuch eines anderen Gruppenmitglieds (das wir hier nicht nennen wollen, um ihn/sie vor bösen Briefen zu schützen), den Vorhang zu bedienen (das Ergebnis dieses Versuchs schaffte es bis in die Pressekritik zu “Der unerwartete Gast”), hat sie meist diese Aufgabe übernommen und uns vor weiteren Pannen dieser Art bewahrt – bsi dann endlich ein neuer Vorhang mit Kurbel die alte dünne Schnur ersetzte.

Spätestens seit “Sofies Welt” ist Helga auch als die Puppenmutti des rampenlichtschrift bekannt. Doch vor den Handpuppen “Thor”, “Loke”, Freya” und “Trym” schuf sie schon den lebensgroßen “Bill”, der in “Der unerwartete Gast” als toter Mr. Warwick den ersten Akt im Rollstuhl auf der Bühne verbrachte.

Experimentierfreudig wie sie ist, bastelte sie uns für “Tatort Kiste”, unsere musikalische Theaterrevue für alle Gelegenheiten, einen Ritterhelm und eine Königskrone mit biegsamen Teppichboden als Basis und einem Stoffüberzug fürs bessere Aussehen.

In “Zeugin der Anklage” war Helga dann das erste Mal auch auf der Bühne zu sehen: als Gerichtsschreiberin soufflierte sie auch gleich “nebenbei”. Zum Glück hatte sie da bei den Aufführungen kaum etwas zu tun. Da hatte sie sich dann auch gleich ihre erste Sprechrolle verdient: als “Mrs. Gibbs” in “Arsen und Spitzenhäubchen. In “Das Ding der Nibelungen” verkörperte sie dann ihre erste große Rolle als Islands Königin Frigga, Mutter von Brunhild.

In “Das indische Tuch” gab es dann Helgas erste Charakterrolle als die wenig liebenswürdige Lady Lebanon. Eine Aufgabe, die sie mit Bravour erledigte.

Frau Dr. Morrisson war dann ihre Abschiedsrolle. Hinter den Kulissen ist sie aber weiter aktiv, vor allem, wenn einer ihrer Söhne ankommt “Mama, könntest du vielleicht mal schnell …”

Helga Baumgarten im rampenlichtschrift:

“Die Hölle wartet nicht”
Herbst 2006
“Dr. Morrisson”

“Das indische Tuch”
Herbst 2004
“Lady Lebanon”

“Das Ding der Nibelungen”
Herbst 2002
“Königin Frigga”

“Der Fall Luther”
Herbst 2002
einige der Kostüme

“Arsen und Spitzenhäubchen”
Frühjahr 2001
“Mrs. Gibbs”

“Zeugin der Anklage”
Herbst 2001
“Gerichtsschreiberin”
Souffleuse
Requisite
Bühnenausstattung

“Und ewig rauschen die Gelder”
Frühjahr 2001
Souffleuse,
Bühnenausstattung

“Sofies Welt”
Herbst 1999
Puppenherstellung
Umbauhilfe

“Der unerwartete Gast”
Herbst 1998
Ausstattungs-Basteleien: Leiche, Elefantenfuß-Tisch

außerdem Rampenlicht-Gründungsmitglied
Kassenwart des Vereins
Vorhang-Bedienerin
Buffet-Fee
fleißige Bühnenbau-Helferin
Mädchen für alles
besondere Kennzeichen “Ihr wisst, ich halte mich da raus, aber trotzdem meine ich…”